Kinder mehrsprachig erziehen – So klappt’s!

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In unserer westlichen Leistungskultur steigen die beruflichen Anforderungen für unsere zukünftigen Generationen kontinuierlich an. Gerne wünschen wir uns, dass es unseren Kindern in der Zukunft gut geht, manchmal sogar besser als uns selbst.

In einer Welt, die auf Vielseitigkeit und internationale Integrationsfähigkeit setzt, beginnen viele Elternpaare mit der Erziehung auf mehrsprachiger Ebene. Doch welche Vor- und Nachteile gibt es? Und kann es auf Dauer das Kind psychisch belasten, diesem Dauerdruck ausgesetzt zu sein?

Die Vorteile der Mehrsprachigkeit

Kinder, die zweisprachig erzogen werden, sind ihr Leben lang dazu befähigt die zweite Sprache so gut zu beherrschen wie die eigentliche Muttersprache. Ihre seit Kindheitsalter erworbenen Erfahrungen im Umgang mit anderen Sprachen ermöglichen es ihnen, weitere Sprachen leichter und effizienter zu erlernen da sie auf natürliche, spielerische Weise den Umgang mit der neuen Sprache meistern können.

Erwähnenswert natürlich auch die Vorteile, die einhergehend sich für die berufliche Qualifizierung ergeben – je mehr Sprachen man beherrscht, desto vielfältiger ist man selbst einsetzbar. Last but not least sei folgendes erwähnt – Kinder entwickeln ein wesentlich inuitiveres Gespür für kulturelle Unterschiede und Besonderheiten, setzen sie sich ausgiebig mit mehreren Sprachen auseinander.

Vorsicht ist geboten – die Nachteile der mehrsprachen Erziehung

Bei falscher Erziehung auf mehrsprachigen Weg kann es zu fehlender Beherrschung beider Sprachen zugleich kommen. Dies führt zu Problemen in der Schule und kann unter Umständen ihr Kind zudem psychisch belasten, wenn es sich zum Beispiel nicht ausreichend gegenüber anderen Kindern artikulieren kann und deshalb gehänselt wird.

Beachten Sie auch dass das Kind ein ausreichendes Maß an Freizeit genießen muss und durch den zusätzlichen Lerndruck, der mit einer weiteren Sprache auf das Kind ausgeübt wird, es den zu hohen Anforderungen nicht standhalten kann.

Priorität Nummer Eins – viel Zeit mit dem Kind verbringen

Auch wenn der Gedanke gut und wichtig erscheint, ihr Kind auf die bevorstehenden Herausforderungen der Berufswelt vorbereiten zu wollen. Vergessen Sie niemals ausreichend Zeit mit dem Kind zu verbringen. Das senkt die Wahrscheinlichkeit für oben genannte Nachteile.